Schweden – Tag 13: Wenn‘s am schönsten ist…

Wie schon geschrieben, hatten wir kurzfristig umgeschwenkt und uns entgegen der ursprünglichen Planung gegen Malmö als Ziel unseres letzten Tages entschieden. Irgendwie war uns nicht so nach einer großen Stadt und somit war dann nach einigen Nachforschungen Lund in unseren Fokus gerückt. Die Reiseführer und -portale überboten sich förmlich mit Superlativen ob der Schönheit und Gemütlichkeit der Stadt. Wir waren gewillt, ihnen zu glauben – und so wurde dann Malmö gegen Lund getauscht.

Dass ich dann morgens durch Zufall (und eine Seite namens „Wikipedia“) feststellte, dass Lund eben keine pittoreske Kleinststadt, sondern mit über 130.000 Einwohnern durchaus ein paar Nummern größer ist, sorgte dann bei uns erst einmal für leichte Bestürzung. Diesen Schock zu verarbeiten, half uns das ordentliche Frühstück im Hotel – und die Ablenkung durch die Bekanntschaft eines deutschen Pärchens, das ebenfalls mit Motorrädern unterwegs war. Kurz beim Käffchen etwas geplauscht und ausgetauscht, dann unsere Siebensachen gepackt, danach noch der etwas unbeholfenen Dame des Mopped-Duos beim Messen ihres Luftdrucks und Aufrichten ihres zwischenzeitlich umgefallenen Moppeds geholfen (warum auch immer… 😯) – und dann schnell vom Hof, bevor noch Schlimmeres passieren würde…

Der dann folgende Spaziergang durch die Stadt erwies sich dann als würdiger Abschluss unserer Tour. Entgegen unserer kurzzeitigen Befürchtung, uns würde eine überfüllte Großstadt erwarten, erwies sich Lund als überschaubar, sehr entspannend und wirklich wunderschön!

Traditionell startete unsere Exkursion mit dem Besuch einer Kirche – nämlich der Domkirche zu Lund, …


…von der es dann in die umliegende Altstadt weiterging. Kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster, Fachwerkhäuschen und Kletterrosen erfreuten, das strahlend weiße Hauptgebäude der Uni beeindruckte und der umgebene Park strahlte Ruhe aus…

In die wachsende Begeisterung grätschte dann allerdings der beste Mitfahrer von Allen grob mit der Bekanntgabe, dass wir zum Dom zurückmüssten, da in Kürze dort die astronomische Uhr schlagen würde. Meinen ungläubigen Protest ignorierend, schlappten wir also zur Kirche zurück, um dann einem etwa 17 Sekunden langen Gebimmel zuzuhören. Da dreht sich selbst der Pfaffe beschämt weg… 😞

Na, das hat sich ja mal gelohnt… 😉


Einmal mehr hat sich also gezeigt, dass alles rund um Kirchen völlig überschätzt wird.

Unsere Tour durch die niedlichen Einkaufsstraßen im Zentrum versöhnten dann wieder. Durch die wirklich sehr hübsche Innenstadt spazierten wir dann zum Marktplatz, streuten dort in einem netten Café unsere letzte schwedische Fika ein, um dann wieder zu unseren Moppeds zurückzukehren.

Da das Wetter sich von seiner traumhaften Seite zeigte und es noch recht früh am Tag war, entschieden wir uns noch mit Bjärre einen kleinen Ort am Meer anzulaufen, von dem uns unsere morgendlichen Moppedfreunde erzählt hatten. Dort sollte es eine schöne Seebrücke mit Bademöglichkeit und Sauna geben. Genau das richtige also, damit der wassersüchtige Mitfahrer noch ein Abschlussbad in der kühlen schwedischen Ostsee nehmen konnte.


Bjärre ist tatsächlich ein nettes Fleckchen Erde – zumindest am Strand. Die hölzerne Seebrücke bietet an ihrem Ende eine größere Liegefläche und ein die versprochene Sauna beherbergendes Gebäude. Von der Liegefläche führt eine Treppe herunter zum Wasser – und man hat einen schönen Blick auf Malmö und auf die in der Ferne verlaufende Öresundbrücke. Schon nett!

Schließlich rollten wir dann unserer letzten schwedischen Nacht in Helsingborg entgegen.


Der Besuch des Supermarktes mit dem Namen „Söder“ erinnerte dann schon etwas schmerzhaft an die schlimmeren Dinge zu Hause.


Um den Abschiedsschmerz etwas zu dämpfen, wurde dann im Kino Matthiesen noch der Wallander-Krimi „Der Mann, der lächelte“ gegeben.


Eine Filmempfehlung geht raus… 👍


In diesem Sinne…

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