Schweden 2025 – Auftakt

Guten Morgen!

Lange ist hier nichts passiert, da aufgrund einiger Einschränkungen im gesundheitlichen Bereich doch andere Dinge in meinen Fokus gerückt sind. Aber so ganz aufgeben möchte ich dann meine Seite dann doch nicht – und unsere traditionelle Moppedtour ist dann doch ein Anlass, mal wieder hier vorbeizuschauen, um ein paar Bilder dazulassen und Prosa zum Besten zu geben.

Also, da isser wieder… 😉

Seit ein paar Jahren hat sich ja bei meinem Freund Christian (bester Mitfahrer von allen) und mir die schöne Tradition installiert, einmal jährlich für einige Tage mit dem Kraftrad ins benachbarte Ausland zu fahren. Nach Ausflügen nach England, Polen, Belgien und einigen Touren durch Deutschland, stellt sich jährlich aufs Neue die Frage, wohin es gehen soll.

Der Wunsch eines Einzelnen, gern mal Frankreich zu erkunden, wurde bis dato vom Anderen ob der dort anwesenden Franzosen, die mich bei meinem letzten Aufenthalt (2017 zum Mont St. Michel in der Normandie) äußerst abschätzig, herablassend und insgesamt nicht nett behandelt haben (arrogantes P*ck!), rigoros abgelehnt. Also etwas nachgedacht – und schließlich wurde seitens Christians Schweden ins Spiel gebracht – und man konnte sich darauf einigen…

Dieses Mal wurde von der bisherigen Variante, die Herbstferien zu nutzen abgewichen und wir sind in den Sommerferien losgefahren. Das mag wettertechnisch im Norden eventuell von Vorteil sein.

Wie immer, wenn es auf Tour geht, gibt es im Vorfeld durchaus Einiges zu tun:

Die Route muss geplant werden, der dienstliche Schreibtisch abgearbeitet – und den Fachhändlern Decathlon und Louis Motorrad zumindest von einer Person noch schnell Rekordumsätze durch den Ankauf natürlich dringendst (!!!) benötigter Ausrüstung beschert werden.

Dass im Vorfeld durch die (Vorsicht: Ironie…) große Kompetenz der Mitarbeiterin meiner Bank sämtliche Bankkarten bis auf das Kreditplastik gesperrt wurden, machte die Sache nicht einfacher, dafür aber natürlich weitaus interessanter…

Aber letztlich hat dann doch alles funktioniert – und so ging es dann am gestrigen Morgen (22.08.2025) mit prall gepackten Koffern um 7:00 Uhr auf die Reise ins Land von Pippi Langstrumpf, Kurt Wallander und IKEA.

Aufgrund meiner Phobie vor großen Höhen, wurde der Entschluss gefasst, die hohe Ingenieurskunst, die allerlei großartige, sehr lange und sehr hohe Brücken hervorgebracht hat, weitestgehend zu ignorieren und die Anreise klassisch per Fähre vorzunehmen. Also führte uns der Weg über Fehmarn, Lolland, Falster, Mön und Seeland ins – für uns zumindest die nächsten 13 Tage – geheiligte Land.


Das Wetter war anfangs etwas unentschieden und wechselte im Minutentakt. Das änderte sich pünktlich beim Erreichen des schwedischen Festlands. Der Himmel riss auf, die Sonne schien – und der Wind pustete uns fast vom Motorrad.


Unsere Tourplanung sah eine Fahrt nach Göteborg mit einem Zwischenstopp in Varberg zwecks Begutachtung des dortigen Badehauses und der Festung vor.

Nach einigen Wirrungen aufgrund der Kreativität des führenden Navis (Christians!!!) kamen wir dann letztlich auch in Varberg an, das sich bei schönstem Wetter als kleine Perle an der westlichen Küste präsentierte. Nachdem wir uns gestärkt hatten – durch die frühe Abfahrt und dem Wunsch, schnellstmöglich Schweden erreichen zu wollen, war der Tag bis dato (ca. 16 Uhr) ohne Nahrungsaufnahme verlaufen, so dass eine ausgiebige „Fika“ eingelegt wurde und eine Zimtschnecke und ein Blaubeermuffin mein Frühstück, Mittag und (was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen konnte) Abendbrot darstellten. Gemundet hat es.

Varberg hat mit dem herrlichen orientalisch angehauchten Badehaus und der imposanten Festungsanlage Eindrucksvolles zu bieten.

Göteborg stellte unser Tagesziel – und auch die letzte Herausforderung des Tages dar. Leider hatte Booking.com uns die falsche Adresse angegeben, so dass wir diese leider in den Navis nicht finden konnten. Google tat sein Übriges dazu, uns dann in die falsche Gegend zu schicken, so dass wir am völlig falschen Ende der Stadt nach dem Hotel suchten.

Aber schließlich wurde das gastliche Haus gefunden – und verwöhnte uns mit einfachen Zimmern zu für Schweden humanen Preisen. Nach über 8 Stunden im Sattel, über 550 km auf der Uhr und einem Spaziergang durch Varberg reichte es dann auch.

Heute ziept und kneift es überall und ich fühle mich sehr alt. Da aber aufgrund der Erkundung Göteborgs Moppedfrei ist, stehe ich das auch durch…

In diesem Sinne…

7 Kommentare zu Schweden 2025 – Auftakt

  1. Ich freue mich, wieder deine/ eure Tour hier miterleben zu dürfen und deinen kurzweiligen und lustigen Schreibstil liebe ich sowieso.

  2. Die ersten Bilder, die ersten Worte, Malte Du bist einfach ein guter Typ. Ich freue mich auf
    Deine Einträge, weil Schweden ist auch für mich ein schönes Land. Leider hat es sich in den letzten Jahren sozial negativ entwickelt. Also immer eine Hand voll Sonne unterm Profil, nette Menschen und einen schönen Urlaub!

  3. Wow, kaum wieder gesund, schon wieder im Sattel. Ja, schließlich geht es auch um die Life Balance 😉.
    Christian und Dir weiterhin eine erlebnisvollen Tour und immer genug Luft om Reifen.

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