Herbsttour 2020: Tag 10 – Ernst Barlach geleitet uns nach Hause

Mit dem heutigen Tag ist dann auch der letzte Tag unserer Tour angebrochen. Güstrow war als letztes Ziel gut gewählt, bot es doch neben dem netten Hotel am Schlosspark und einer grundsätzlich hübschen Innenstadt auch noch einiges an Kultur, z. B. einiges über Werk und Wirken des zwischen Realismus und Expressionismus angesiedelten Künstler Ernst Barlach. Bekannt für seine Holz- und Bronzeplastiken, verbrachte der in Wedel geborene Bildhauer, Zeichner und Schriftsteller 28 Jahre in Güstrow.

Ernst Barlach, Selbstportrait

Natürlich mussten wir uns diese künstlerischen Hinterlassenschaften unbedingt anschauen. Aber zuvor musste in guter Tradition ein opulentes Frühstück genossen werden, dass in der Tat im Hotel am Schlosspark sehr üppig ausfiel.

Das Vermächtnis Ernst Barlachs teilt sich in Güstrow in zwei Standorte auf. Zum einen (und von uns zuerst besucht) in der Gertrudenkapelle – und dann noch im Wohn- und Atelierhaus des Meisters, das etwas außerhalb von Güstrow liegt.

Unser Einstieg in die Welt der häufig eher schwermütigen Skulpturen erfolgte in der Gertrudenkapelle. Die Parkplatzsituation war desolat, so dass wir uns widerrechtlich mit den Moppeds auf dem Bürgersteig im Bereich der Fahrradstellplätze postierten (sind ja auch Zweiräder).

Die Gertrudenkapelle bot einige wenige Ausstellungsstücke, die zwar insgesamt durchaus beachtenswert, aber mit 4 EUR Eintritt weitaus überbezahlt waren. Tja, Kunst kostet…

Besser wurde es dann im Atelierhaus des Meisters. Zwar konnten die parallel ausgestellten Skizzen und Zeichnungen von Oskar Kokoschka wenig bis gar nicht überzeugen (sorry, aber das kann ich besser…).

Nein, kein Fake, dieses Bild von Oskar Kokoschka wurde tatsächlich ausgestellt… 😳

Aber sowohl die vielen bekannten Skulpturen als auch die weniger bekannten Zeichnungen von Herrn Barlach machten das wieder wett. In diesem Ambiente wirkten die vielen Werke durchaus noch spannender. Dazu wurde ein erklärender Film über Ernst Barlach gezeigt.

Dieser Besuch sollte dann aber auch der kulturelle Abschluss unserer Tour sein. Von Güstrow aus sollte es dann Richtung Heimat gehen. Da diese ab einem gewissen Punkt in unterschiedlichen Richtungen lag, wurde der Abschiedstermin im Örtchen Selmsdorf zelebriert. Käffchen, Kuchen – und ein inniges Drückerchen…und so wurde unsere gemeinschaftliche Tour beendet.

Ich rollte dann in den Norden, während Freund Christian sich dann in den Westen durchschlug.

Und beide kamen heil zu Hause an.

Die Dicke im Heimathafen…

So, Zeit zu resümieren:

Obwohl ja bis zuletzt Polen als Reiseziel angesagt war und somit die dann alternativ gesetzte Tour mit der heißen Nadel gestrickt wurde, war es insgesamt doch großartig. Okay, der Besuch des Schlesischen Museums war in meinen Augen reine Zeitverschwendung und auch das Innere des Schloss Moritzburg hätte nicht sein müssen, aber insgesamt hat es schon gepasst. Dass mich zum Schluss eine heftige Erkältung heimgesucht hat, brach erst in der Heimat so richtig hervor (und daher geht es mir auch gerade gar nicht gut…). Somit ist das Resümee von meiner Seite auch absolut positiv. Danke, lieber Christian, für die schöne Tour!

…eine kurze Zusammenfassung…

In diesem Sinne…

MM

1 comment on Herbsttour 2020: Tag 10 – Ernst Barlach geleitet uns nach Hause

  1. Hallo Malte,
    da hattet ihr ja eine schöne, erlebnisreiche Tour! Hat mir gefallen, was du in deinem Blog geschrieben hast…!
    Gruß,
    Carsten aus Bayreuth

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